Pfarrgemeinderäte und Seelsorger vom Pfarrverband Edling tagen im Franziskanerinnen-Kloster Harpfetsham

Die Pfarrgmeinderäte und das Seelsorgerteam der Pfarreien Attel, Edling, Reitmehring und Rieden-Soyen hielten eine Klausurtagung im idyllischen Kloster Harpfetsham bei Palling.

Man traf sich am Freitagabend, dem 26.10., zu einer Vorstellrunde und einem biblischen Impuls. Beim anschließenden Abendessen und gemütlichem Beisammensein bekam man die  Gelegenheit, sich näher kennenzulernen.

Die alten „Hasen“ des Pfarrverbandes, der 2003 aus den Pfarreien Edling, Reitmehring, Rieden-Soyen gegründet wurden, kennen sich bereits bestens und arbeiten seit Jahren problemlos zusammen. Attel ist erst seit 2014 dabei. Auch gibt es seit der Wahl im Frühjahr 2018 viele neue Pfarrgemeinderäte, die in die Arbeit dieses Gremiums hineinwachsen müssen. Auch dafür ist eine Klausurtagung von großer Hilfe.

Am Samstag ging man dann an die Arbeit. Unter der Moderation zweier Gemeindeberater der Erzdiözese machte man sich in verschiedenen Gruppen Gedanken über aktuelle Schwerpunkte der Pastorale in den einzelnen Pfarreien und erarbeitete dazu Lösungsansätze. Dabei wurde den Teilnehmern bewusst, wie vieles  bereits  in den Pfarreien geleistet wird. Neben den Gottesdiensten und Andachten gibt es Bibel- und Glaubensgespräche, Rosenkranzgebete, Kinder- und Familiengottesdienste, Aktivitäten der Ministranten, der Landjugend, des Frauenbunds, der Chöre und Musikgruppen und der Asylhelferkreise. Es werden Seniorentreffen, Kaffeekränzchen und Feste veranstaltet u.v.a.m. Kurzum: Die kirchlichen Aktivitäten wären aus dem kulturellen Leben der Gemeinden nicht wegzudenken. In den Medien findet man aber fast ausschließlich negative Schlagzeilen über die Kirche. Dies wird von den engagierten Mitgliedern der Pfarreien als höchst ungerecht empfunden, da viel Positives, was in den Pfarrgemeinden Vorort geschieht nicht mehr gesehen wird.

Der Pfarrverband ist in der glücklichen Lage, über viele Ministranten zu verfügen und der Großteil der getauften Jugendlichen empfängt das Sakrament der Firmung. Danach wird es  aber zunehmend schwierig, die jungen Leute als aktive Katholiken zu behalten. Attel und Soyen haben den großen Vorteil, dass es dort engagierte Landjugendgruppen gibt, die mithelfen, die Jugend in die Gemeindearbeit zu integrieren. Dies fehlt in Edling und Reitmehring. Es müsste aber auch die Elterngeneration angesprochen werden. Ohne sie werde man auch die Kinder und Jugendlichen nicht nachhaltig für die Kirche gewinnen. Dazu sei es sicher auch notwendig, neu zugezogene Gemeindemitglieder auf die Aktivitäten der Kirche aufmerksam zu machen. „Wir müssen eine Geh-Kultur entwickeln,  auf die Leute zugehen und nicht warten bis sie kommen,“ meinte Pfarrer Ibalayam. Die Teilnehmer der Klausurtagung waren sich zum Schluss alle einig, dass die Klausurtagung ein voller Erfolg war. Der Pfarrverband ist ein Stück stärker zusammengewachsen und man geht mit frischer Motivation an die anstehenden Projekte.